Typische Lernsituation: Während des Lernens fühlt sich Katjas Mutter häufig unter Druck. Sie lässt ihrer Tochter zu wenig Zeit zum Nachdenken und wenn Katja die Lösungen nicht gleich findet, wird die Mutter noch ungeduldiger: ihre genervte Miene, angespannte Stimme und schnelle Sprache setzen Katja noch stärker unter Druck. Bis vor einigen Wochen hatte Katja sich noch bemüht, mit vermehrter Anstrengung und langsamen Herangehen die Lösung zu finden. Mittlerweile hat sie innerlich aufgegeben, weint häufig oder beginnt mit ihrer Mutter zu streiten.
Tausende von Familien kennen diese Situation und suchen nach Wegen aus dem täglichen Lernfrust. Das Ratgeberbuch "Positiv Lernen" ist ein verständlicher Leitfaden, der aus dem Dilemma der Lern- und Leistungsstörungen führt. Der Titel geht dabei auf die verschiedenen Formen der Lernstörungen (auch auf Legasthenie, Dyskalkulie und ADHS) ein und erklärt, wie sie sich lösen und bestenfalls von vorne herein vermeiden lassen. Positiv Lernen richtet sich an Eltern, aber auch an Lehrkräfte und alle pädagogisch tätigen Personen, die mit Kindern arbeiten. Die Inhalte basieren auf IntraActPlus, einem Lernkonzept, das schnelleres Lernen in Schule, Therapie und Frühförderung ermöglicht. Die emotionale Beziehung ist eine wichtige Voraussetzung beim positiven Lernen. Damit ist aber nicht der besonders "warmherzige" Erwachsene gemeint, sondern der Bezugspartner, der klare Beziehungssignale an sein Kind sendet. Das Beispiel von oben zeigt auf, wie negativ konditionierte Beziehungsabläufe zu Lernstörungen führen können. In den meisten Fällen ist der Bezugsperson gar nicht bewusst, welche Signale beim Kind ankommen. Genau diesen Signalen kommen laut der Autoren Jansen/Streit höchste Bedeutung in Lernsituationen zu: sie bestimmen zu 98 Prozent die gesamte Kommunikation beim Lernen.
Ausführlich beschreiben die Autoren deswegen typische Situationen, anschaulich unterstützt durch Situationsfotos. Die Leser erfahren konkret, wie sich Lernstärke, Anstrengungsbereitschaft, innere Freiheit sowie Selbstsicherheit aufbauen und fördern lassen. Neben der emotionalen Seite spielt das "biologisch" richtige Lernen eine entscheidende Rolle für den Lernerfolg. Der bisherigen Schulpraxis, mit möglichst häufigem Aufgabenwechsel die Aufmerksamkeit der Schülerinnen und Schüler zu erhalten, entgegnen die Autoren: "Schnelle Aufgabenwechsel, keine oder falsche Wiederholungsphasen verlangsamen nachweislich die im Gehirn stattfindenden Lernprozesse", so Jansen, "teilweise werden durch die Sprünge erst Lernblockaden aufgebaut. Unser Lernkonzept ist die direkte Antwort auf die Pisastudie. Dort, wo es eingesetzt wird, sprechen die Erfolge für sich. Bewusst stellen wir damit das bislang gängige Schulsystem in Frage."
Der Elternratgeber: "Positiv Lernen" ist eines der fortschrittlichsten Bücher zum Thema Lernen. Das Konzept ist wissenschaftlich fundiert und nutzt Erkenntnisse der psychologischen Grundlagenforschung, um ein positives und effektives Lernen aufzubauen. Eltern erhalten klare Anweisungen, wie sie auf Lernprobleme ihrer Kinder reagieren oder sie bestenfalls vermeiden können. Das Buch bietet praktische Tipps zur Prävention und Behandlung von Dyskalkulie, Lese- und Rechtschreibschwäche sowie von Aufmerksamkeitsstörungen. Jedem Thema ist ein eigenes Kapitel gewidmet, in dem Eltern detailliert Schritt für Schritt erklärt wird, wie sie ihren Kindern helfen können. Langwierige Therapien oder Nachhilfestunden werden somit hinterfragt, denn Eltern, die dieses Buch gelesen haben, können ihre Kinder selbstständig fachkundig unterstützen. Wichtig ist vielmehr, dass die Eltern sich regelmäßig Zeit für das Lernen mit ihren Kindern nehmen. Denn das Autorenteam ist davon überzeugt "Übung macht den Meister". Deswegen ist einer der wichtigsten Bausteine des IntraActPlus-Konzepts die regelmäßige Wiederholung des Gelernten.
Mit freundlicher Unterstützung vom Springer Verlag verlost lo-eltern unter den Newsletter-Abonnenten jeweils drei Exemplare des Ratgebers "Positiv lernen" sowie des Lernmaterialpakets "Lesen und Rechtschreiben lernen nach dem IntraActPlus-Konzept". Newsletter-Abonnenten, die zusätzlich das Teilnahme-Formular bis Sonntag, 12. April 2009, ausfüllen und absenden, nehmen an der Verlosung teil.