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Redaktion Recht
09.03.2009

Institutionen des Jugendmedienschutzes

 

Die aufgelisteten staatlichen Prüfstellen und Einrichtungen der freiwilligen Selbstkontrolle überprüfen und beurteilen die Inhalte von Rundfunk, Fernsehen sowie Internet und Computerspielen. Sie unterliegen den Bestimmungen des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages (JMStV). Informationsportale, Institutionen und weitere Initiativen informieren über den Kinder- und Jugendschutz und bieten Online-Meldestellen für rechtswidrige und kinderpornografische Internetinhalte.

 

Staatliche Institutionen des Jugendmedienschutzes

Kommission für Jugendmedienschutz (KJM)

Aufgabe des Jugendmedienschutzes ist es, Medieninhalte aufgrund ihres Gefährdungspotenzials zu beurteilen und deren öffentliche Verbreitung zu regeln. Um die Zersplitterung der Aufsichtsstruktur zu beseitigen, wurde die Kommission für Jugend­medienschutz (KJM) geschaffen, die als zentrale Aufsichtsstelle für den Jugendschutz im privaten Rundfunk und in den Telemedien (Internet) fungiert. Dadurch wird verhindert, dass gleiche Inhalte in verschiedenen Medien unterschiedlichen Gesetzen unterliegen. Die KJM versteht sich aber nicht nur als Aufsichtsinstanz, sondern will auch gesellschaftspolitische Prozesse anstoßen.

Kommission für Jugendmedienschutz (KJM)
 

Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BpjM)

Die BPjM entscheidet auf Antrag von Jugendbehörden und der Kommission für Jugendmedien­schutz oder auf Anregung anderer Behörden und anerkannten Trägern der freien Jugendhilfe über die Jugendgefährdung von Medien (Träger- und Telemedien). Sie trägt diese in die Liste der jugendgefährdenden Medien ein (Indizierung). Damit unterliegen die Medien bestimmten Vertriebs-, Verbreitungs- und Werbebeschränkungen und dürfen nur noch Erwachsenen zugänglich gemacht werden. Auf der Website finden Sie Informationen über die Aufgaben und Organisation der Bundesprüfstelle, über den Ablauf von Indizierungsverfahren, rechtliche Grundlagen und anderes mehr.

Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BpjM)
 

jugendschutz.net

Die von den Jugendministerinnen und Jugendministern der Länder gemeinsam eingerichtete staatliche Stelle jugendschutz.net überprüft die Angebote der Telemedien. Während jugendschutz.net ursprünglich nur für die Kontrolle von Mediendiensten zuständig war (Angebote, die sich an die Öffentlichkeit richten), wurde das Tätigkeitfeld durch In-Kraft-Treten des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages (JMStV) am 01.04.03 auch auf interaktive und kommunikative Angebote erweitert, die bisher den Telediensten (z.B. Chat, Instant Messaging, File-Sharing) zugerechnet wurden. Bei Verstößen gegen Bestimmungen des JMStV soll jugendschutz.net den Anbieter hierauf hinweisen und die anerkannten Einrichtungen der Freiwilligen Selbstkontrolle und die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) informieren.

jugendschutz.net

Einrichtungen der freiwilligen Selbstkontrolle

Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen e.V. (FSF)

Die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) wird getragen von den privaten Fernsehanbietern in Deutschland und ist ein gemeinnütziger Verein. Ziel der FSF ist es, einerseits durch eine Programmbegutachtung den Jugendschutzbelangen im Fernsehen gerecht zu werden und andererseits durch medienpädagogische Aktivitäten, Publikationen und Unterstützung von Forschungsarbeiten den bewussteren Umgang mit dem Medium Fernsehen zu fördern. Seit April 1994 lassen die Vereinsmitglieder ihre Programme bei der FSF prüfen, seit August 2003 arbeitet die FSF als anerkannte Selbstkontrolle im Rahmen des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags (JMStV). Über eine Jugendschutz-Hotline beantwortet sie Fragen zum Thema Jugendschutz im Fernsehen und bietet die Möglichkeit, auf problematische Sendungen hinzuweisen.

Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen e.V. (FSF)
 

Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V. (FSM)

Die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM) ist ein eingetragener Verein, der 1997 von Medienverbänden und Unternehmen der Online-Wirtschaft gegründet wurde. Die FSM informiert über Jugendschutz im Internet und unterhält eine Beschwerdestelle, bei der Sie Internetangebote  mit jugendgefährdenden oder anderen illegalen Inhalten melden können. Die FSM wurde 2005 von der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) als Einrichtung der Freiwilligen Selbstkontrolle anerkannt. Der Verein bietet Mitgliedern ebenfalls die Möglichkeit, sich dem im Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) vorgesehenen Modell der regulierten Selbstregulierung anzuschließen und die FSM bei Streitigkeiten mit der KJM einzuschalten.

Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V. (FSM)
 

Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK)

Im Zentrum der Arbeit der Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) stehen freiwillige Prüfungen für Filme, Videokassetten und vergleichbare Bildträger (zum Beispiel DVDs), die in der Bundesrepublik Deutschland für die öffentliche Vorführung und Verbreitung vorgesehen sind. Für die Jugendfreigabe ist eine gesetzlich vorgeschriebene Kennzeichnung erforderlich, die von der FSK entsprechend ihren Grundlagen, im Auftrag der Obersten Landesjugendbehörden vorgenommen wird. Die FSK befindet sich in der Rechts- und Verwaltungsträgerschaft der Spitzenorganisation der Filmwirtschaft e.V.

Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK)
 

Unterhaltungssoftware SelbstKontrolle (USK)

Die Unterhaltungssoftware SelbstKontrolle (USK) führt gemeinsam mit den Obersten Landesjugendbehörden (OLJB) das Verfahren zur Altersfreigabe von Computerspielen durch, auf der Website können die Spiele in einer Datenbank recherchiert werden. Die USK sammelt und dokumentiert gemeinsam mit Partnern die jährlich etwa 1000 neuen Produktionen von Computerspielen im Rahmen des größten europäischen Archivs für Computerspiele.

Unterhaltungssoftware SelbstKontrolle (USK)
 

Automaten-Selbst-Kontrolle (ASK)

Die Automaten-Selbst-Kontrolle (ASK) begutachtet münzbetätigte Bildschirmspielgeräte beziehungsweise Software für diese Geräte und wird von den Verbänden der deutschen Unterhaltungsautomatenwirtschaft getragen. Die ASK entspricht dem Gedanken der gesellschaftlichen Selbstregulation. Sie vermittelt zwischen den Interessen der Mediennutzer und der Medienanbieter und berät die Anbieter im Rahmen des Jugendmedienschutzes. Seit inkrafttreten des neue Jugendschutzgesetz (JuSchG) nimmt die ASK die gesetzlich vorgeschriebene Altersbewertung und Kennzeichnung verbindlich vor.

Automaten-Selbst-Kontrolle (ASK)
 

Beschwerdestelle des eco e. V.

Der eco - Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V. betreibt seit vielen Jahren eine Beschwerdestelle, an die sich jeder Internetnutzer kostenlos wenden kann, um rechtswidrige, insbesondere jugend(medien)schutzrechtlich relevante Internetinhalte zu melden. Eco e.V. versteht sich als Interessenvertreter und Förderer aller Unternehmen, die mit oder im Internet wirtschaftliche Wertschöpfung betreiben. Er vertritt die Unternehmen in der Politik, fördert die Kommunikation der Marktteilnehmer untereinander und unterstützt sie bei der Vermarktung ihrer Produkte. Der Verein hat sich unter anderem dem Schutz vor Gefahren im Internet verschrieben und aus dem Grund den Eltern-Leitfaden für sicheres Surfen herausgegeben.

Beschwerdestelle des eco e. V.

Weitere Institutionen und Initiativen

jugendschutz.de

Auf dieser Seite findet sich eine Liste von Adressen und Links zu den Fach- und Landesstellen zum Kinder- und Jugendschutz sowie der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V.

www.jugendschutz.de
 

Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. ist ein Zusammenschluss von freien Trägern der Jugendhilfe, Fachorganisationen und Landesarbeitsgemeinschaften, Landesstellen für Kinder- und Jugendschutz sowie interessierten Einzelpersonen. Die BAJ beschäftigt sich neben dem strukturellen auch mit dem erzieherischen Kinder- und Jugendschutz, der Kinder und Jugendliche in ihren Kompetenzen stärkt und Erwachsene dazu anleitet, Heranwachsende besser zu schützen. Des weiteren mit dem kontrollierend-ordnungsrechtlichen Kinder- und Jugendschutz, wo es der BAJ darum geht, über die bestehenden Vorschriften zu informieren, sie im Dialog mit der Gesellschaft und den Verantwortlichen zu verbessern und umzusetzen.

Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz
 

Netz gegen Kinderporno

Auf der Seite der unter anderem von Heise Online, Stern Online und Spiegel Online initiierten Aktion findet sich eine Liste der einzelnen Bundesländer mit E-Mail Adressen und Online-Meldestellen für Kinderpornografie und dazu wichtige Hinweise, was bei der Meldung zu beachten ist.

Netz gegen Kinderporno

Informationsportale

Online-Handbuch Kinder- und Jugendschutz

Das Online-Handbuch erläutert wichtige Begriffe des Kinder- und Jugendschutzes und wird in Kooperation zwischen der Universität Duisburg-Essen und der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz herausgegeben. Das Handbuch folgt der Idee, von den Begriffen ausgehend, weitere Hinweise auf Informationen zum Kinder- und Jugendschutz, einschlägigen Institutionen und Organisationen, Materialien und Literatur zugänglich zu machen.

Online-Handbuch Kinder- und Jugendschutz
 

MedienGewalt.de

Das von Diplom-Psychologe Haug Leuschner betriebene Portal stellt eine umfangreiche kommentierte Linksammlung zu den Themen Gewalt in Medien und Computerspielen bereit, darunter auch zahlreiche Links zum Jugendmedienschutz. Mit der Suchmaschine von MedienGewalt.de können Sie unter den verlinkten Internetseiten nach bestimmten Begriffen suchen, außerdem werden über 100 Computerspiele und Lernsoftware empfohlen.

MedienGewalt.de

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